Gesundheitsmythen im Check: was wirklich stimmt
Rund um Training und Ernährung kursieren erstaunlich viele hartnäckige Halbwahrheiten. Hier sind die häufigsten, kurz und ehrlich richtiggestellt.
„Krafttraining macht Frauen massig."
Falsch. Wegen des niedrigeren Testosteronspiegels bauen Frauen langsamer Muskeln auf und werden vom Krafttraining straff und stark, nicht massig. Wer den berühmten definierten Look will, kommt am Krafttraining nicht vorbei. Mehr in Muskeln aufbauen.
„Man kann gezielt am Bauch abnehmen."
Falsch. Gezielter Fettabbau an einer Stelle ist nicht möglich. Bauchübungen kräftigen die Muskulatur, entfernen aber kein lokales Fett. Wo der Körper zuerst abbaut, bestimmt er selbst, siehe Richtig abnehmen.
„Schwitzen bedeutet Fettverbrennung."
Falsch. Schwitzen ist Temperaturregulierung, kein Maß für verbrannte Energie. Der Gewichtsverlust nach einer schweißtreibenden Einheit ist Wasser und kommt mit dem nächsten Trinken zurück.
„Kohlenhydrate am Abend machen dick."
Falsch. Entscheidend ist die Gesamtbilanz des Tages, nicht die Uhrzeit. Wer über den Tag im Defizit ist, nimmt auch mit Kohlenhydraten am Abend ab.
„No pain, no gain."
Nur halb wahr. Ein gewisser Anstrengungsreiz ist nötig, aber Schmerz ist kein Gütesiegel. Muskelkater sagt wenig über die Trainingsqualität, und echter Schmerz ist ein Warnsignal, siehe Verletzungsprävention.
„Ohne Supplemente geht nichts."
Falsch. Das Fundament sind Training, Schlaf und Ernährung. Nur eine kurze Liste an Mitteln hat überhaupt belegten Nutzen, siehe Supplemente.
„Man ist zu alt zum Anfangen."
Falsch. Krafttraining wirkt in jedem Alter und ist gerade ab der Lebensmitte besonders wertvoll, siehe Krafttraining ab 45.
Der rote Faden hinter fast allen Mythen: Es gibt keine Abkürzungen, aber auch keine geheimen Hürden. Wer die Grundlagen richtig macht und dranbleibt, kommt ans Ziel.
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